• Verein Siyabonga

Update aus den Projekten

Juli 2022: Heute möchten wir euch vom großartigen Spendenlauf der Moritzschule Erfurt berichten, der in diesem Jahr endlich wieder stattfinden konnte, und über den aktuellen Stand in den Hilfsprojekten informieren.

Am 10. Juni 2022 flitzten die Schülerinnen und Schüler der Moritzschule voller Eifer ihre Runden. Im Vorfeld hatten sie Sponsoren gesucht, die pro gelaufener Runde einen bestimmten Geldbetrag versprochen hatten. Dieser wurde mit der Zahl der gelaufenen Runden multipliziert und ergab so die Spendensumme. Es sind stolze EUR 4’264.17 zusammen gekommen, mit denen wir in allen vier Projekten etwas Gutes tun konnten. Hierfür nochmals ein herzliches Siyabonga - DANKE - an alle Kinder, Sponsoren, die Schulleiterin Frau Beecken sowie alle Lehrerinnen und Lehrer der Moritzschule. Mehr Informationen zum diesjährigen Spendenlauf findet ihr auf der Schulhomepage.


Danke sagen möchten wir auch allen anderen treuen Spenderinnen und Spendern, die unsere Projekte in Form von Daueraufträgen oder einmaligen Spendenaktionen unterstützen. Familie Dubiel aus Erfurt hat zum Beispiel zur Familienfeier zu “Spenden statt Geschenken” aufgerufen - eine tolle Idee, die vielleicht auch der ein oder andere anlässlich von Geburtstag o.ä. übernehmen möchte?

 

In Südafrika ist gerade Winterzeit, die ziemlich kalt sein kann. Ich selbst habe auch schon einmal Schnee in Greytown erlebt. Die armen Kinder, welche unsere Suppenküche zweimal in der Woche für eine warme Mahlzeit besuchen, sind daher unglaublich dankbar für die wärmenden Pullover. Anlässlich des Nelson Mandela Tags am 18.07.2022 gab es ein großes Festessen mit 35 kg Hühnchen-Eintopf (chicken biryani).



Im Kinderheim wurde Anfang des Jahres viel saniert und die Schlafräume der Kinder haben einen schönen neuen Anstrich bekommen. Das ganze wurde durch neue Bettwäsche hervorragend abgerundet.


Leider haben wir im Juni auch traurige Nachrichten erhalten: der 9-jährige Mpendulo Zulu ist nach längerer Krankheit verstorben - alle vermissen ihn sehr. Die Kinderheim-Krankenschwestern hatten Mpendulo in der Krankheitsphase liebevoll umsorgt. Dank unserer Spendengelder konnte das Kinderheim eine schöne Beerdigung für ihn ausrichten.

Aber es gibt auch schöne Erlebnisse: der 16-jährige Andile Gasa spielt in der Schulmannschaft begeistert und talentiert Fußball. Er wurde sogar zur nationalen Talentsuche nach Durban in das Moses Mabida Stadium eingeladen. Wir haben ihm diese Reise ermöglicht, was für ihn die Welt bedeutet und ihn seinem Traum vom professionellen Fußballspieler etwas näher gebracht hat.


Der Gemüsegarten des Kinderheims wird von den Kindern engagiert gepflegt und eine neue Vogelscheuche gibt es auch.



Im Dorfprojekt bauen wir gerade eine neue Vorschule auf: hierzu muss an dem bereits bestehendem Gebäude einiges umgebaut werden, sodass es auch eine Küche, Toiletten und eine große Regenwassertonne geben wird. Die Kinder werden zukünftig auch ein Mittagessen in der Vorschule erhalten. Auf dem Außengelände konnten wir bereits einen schönen Spielplatz errichten, der die Kleinen begeistert.


Auch an den anderen Vorschulen hat Projektleiter Paul mit seinem Team aus Freiwilligen einige Reparaturarbeiten vorgenommen. Und jeden Monat werden weiterhin die ärmsten der armen Familien in den Dörfern Muden und Keates Drift mit Überlebenspaketen versorgt.



In unserem Township-Projekt möchten wir die Familien ermutigen kleine Gärten anzulegen, damit die Kinder zum traditionellen Maismehlbrei (Puto) auch frisches Gemüse essen können. Hierfür haben wir Samen für Spinat, Kohl und rote Beete verteilt. Außerdem wurde eines der Gewächshäuser auf dem ehemaligen Farmgelände wieder auf Vordermann gebracht und dient nun als Gemeinschaftsgarten - wir sind gespannt auf die erste Ernte.


Zusätzlich zu den Lebensmitteln für die hilfebedürftigen Familien unterstützen wir vor allem Schlaganfallpatienten und Behinderte mit den notwendigen Hilfsmitteln wie beispielsweise Erwachsenenwindeln.


Die Corona-Situation hat sich in Südafrika insgesamt etwas entspannt. Dafür sind die Strom- und Wassersparmaßnahmen der Regierung wie in der Vergangenheit allgegenwärtig, und ein Alltag ohne fließend Wasser und Strom keine Seltenheit. Auch die steigenden Energiepreise machen im südafrikanischen Winter allen zu schaffen.


Wir wünschen euch allen schöne und erholsame Sommerferien!

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