• Verein Siyabonga

Update aus den Hilfsprojekten

August 2021: In den vergangenen Wochen ist in unserem Verein und in unseren Hilfsprojekten viel passiert, wovon wir euch heute berichten möchten.

Siyabonga Mitgliederversammlung

Am 9. Juli konnte trotz Corona-Einschränkungen mit entsprechenden Hygienemaßnahmen unsere zweijährliche Mitgliederversammlung stattfinden. In netter Runde haben wir die letzten zwei Jahre Vereinsarbeit und vor allem die Situation während der Corona-Pandemie in den Projekten mit einem Fotovortrag Revue passieren lassen.

Der Trend steigender Spendeneinnahmen seit Vereinsgründung konnte aufgrund der Corona-Pandemie und dem dadurch bedingten Wegfall einiger institutioneller Großspender (z.B. Moritzschule, Edith-Stein-Schule in Erfurt) in 2020 nicht fortgesetzt werden. Umso erfreulicher ist es, dass uns viele private Spender treu geblieben sind. Wir danken an dieser Stelle ganz herzlich allen Spenderinnen und Spendern, die unsere Hilfsprojekte in dieser schweren Zeit nicht vergessen haben.

Dem Vereinsvorstand wurde für seine Arbeit gedankt und alle Vorstandsmitglieder wurden für ihre Ämter wiedergewählt.


Unruhen in Südafrika

Sicher habt ihr im Juli in den Medien von den schweren Unruhen in Südafrika gehört. Die Proteste begannen nach der Inhaftierung des Ex-Präsidenten Jacob Zuma wegen Missachtung der Justiz am 8.Juli 2021. Es folgten heftige Ausschreitungen und Plünderungen vor allem in den Großstädten Johannesburg und Durban, sowie Zuma’s Heimatprovinz KwaZulu-Natal, in der auch unsere Hilfsprojekte angesiedelt sind. Unsere Projektleiter in Greytown berichteten von Plünderungen in den kleineren Geschäften und der Tankstelle. Mit Hilfe von lokalen Sicherheitskräften und Bürgerwehren konnten die Eindringlinge nach einer Woche voller Angst und Schrecken vertrieben werden. In dieser Zeit konnte niemand auf die Straße gehen geschweige denn einkaufen. Dies führte im Kinderheim zu einer Knappheit an Lebensmitteln und Hygieneartikeln. Glücklicherweise erhielt das Heim im Anschluss zahlreiche Sachspenden zur Unterstützung.

In unseren Hilfsprojekten und der Umgebung wurde niemand verletzt. Im ganzen Land waren die Auswirkungen der gewalttätigen Proteste jedoch verheerend, es gab Todesopfer, Versorgungsengpässe und Verwüstungen.

Die Aufräumarbeiten dauern weiterhin an und eine gewisse Angst vor einem erneuten Aufflammen der Gewalt liegt immer noch in der Luft.

(Fotos: https://www.tagesschau.de/ausland/afrika/unruhen-suedafrika-101.html)


Update aus den Projekten und zur Corona-Lage

Aufgrund steigender Corona-Fallzahlen in den Wintermonaten galt ab 28. Juni 2021 erneut ein strenger Lockdown mit Ausgangsperre in Südafrika. Insgesamt haben durch die Lockdowns viele Tagelöhner ihre Beschäftigungsmöglichkeiten verloren, wodurch sich die Lebensbedingungen vor allem in den Townships und armen Dorfregionen weiter verschlechtert haben.

Unsere Sozialarbeiterin des Township-Projekts Phindile berichtet von rasant steigender Arbeitslosigkeit. Wir sind sehr froh, dass wir seit Neubeginn des Projekts Ende 2020 bereits 114 hilfebedürftige Familien mit Lebensmittelpaketen unterstützen und für zehn Kinder die obligatorischen Schuluniformen finanzieren konnten.

Leider verzeichnete das Kinderheim Anfang August nach der Wiedereröffnung der Schulen auch einen Corona-Ausbruch: 44 Kinder und 6 Angestellte wurden positiv getestet. Erfreulicherweise waren die Verläufe alle mild und die Situation konnte durch rasches Reagieren, Einrichtung von zwei Isolationshäusern und weitreichenden Desinfektionsmaßnahmen, gut beherrscht werden. Mit Hilfe unserer Spenden konnten anstehende Sanierungen in den Häusern vorangetrieben und neue Matratzen und Bettwäsche für die Kinder gekauft werden. Derzeit ist es sehr kalt und im Kinderheim fiel zur großen Freude der Kinder seit Jahren sogar wieder Schnee.

Die Tätigkeiten der Suppenküche waren in den Lockdowns über längere Zeit stark eingeschränkt. Da nicht gekocht und kein warmes Essen verteilt werden konnte, wurden die Besucher vor allem mit Brot und Konserven versorgt. Aktuell wird wieder zwei mal pro Woche warmes Essen verteilt. Durch den starken Frost in den Wintermonaten sind leider zahlreiche Pflanzen and Obstbäume im Gemüsegarten der Suppenküche erfroren.

Der Leiter des Dorfprojektes Karel hat im Mai 2021 seine Projektleiterfunktion aus persönlichen Gründen niedergelegt, wie wir im letzten Newsletter berichtet haben. Sein Nachfolger Paul führt die Tätigkeiten sowohl in den Vorschulen als auch bei den Familien in den Dörfern sehr engagiert weiter. Dank zweier großzügigen Spenden können wir die Ausbildung von zwei Erzieherinnen in den Vorschulen finanzieren. Die jungen Damen Bonisiwe und Ntombifikile sind sehr dankbar für diese großartige Chance.



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